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VW Caddy Maxi 2,0 TDI

 Über die Optik des VW Caddy lässt sich eigentlich nicht streiten. Einen Schönheitspreis gewinnt er sicher nicht, doch stand bei der Konzeption des Fahrzeugs vor allem der Nutzwert im Vordergrund. Was VW aus dem ursprünglichen Nutzfahrzeug herausholt ist da schon beachtlich. Mit der Modellpflege 2010 erhielt der Caddy in der Transport- wie Pkw-Variante das aktuelle VW-Markengesicht, mit schmalem Kühler und weiter in die Radhäuser gezogenen Lichtern. Da braun Töne aktuell voll im Trend zu liegen scheinen, schicken die Wolfsburger auch den Caddy in „Toffebraun Metallic“ auf Testfahrt. Die im Ausstattungsniveau Comfortline unseres Testwagens serienmäßig getönten Scheiben im Fond, sowie Chromverzierungen an Nebelleuchten und 16-Zoll Leichtmetallräder werten die Optik der Großraumlinousine - wie VW den Caddy nennt -  zusätzlich auf. 

Auch beim Abreitsplatz setzt Volkswagen beim Caddy auf Einheitslook. Lenkrad, Bordcomputer oder Infotainment-Einheit sind - je nach Preisnieveau - auch aus Polo oder Golf bekannt. Tacho und Drehzahlmesser sind klassisch rund ausgeführt. An Lenkrad, Radio und Klimaanlage sorgen Applikationen in Aluminium- und Chromoptik für eine optische Aufwertung des Innenraums. Platz gibt es auf allen Sitzen mehr als ausreichend, unzählige Ablagen erfüllen die Erwartungen im Segment. Durch die komplett nach vorn umklappbaren Sitze der zweiten Sitzreihe, kann man bequem auf der hinteren Bank Platz nehmen. Das Gestühl ist auf allen Sitzen bequem und langstreckentauglich, bietet jedoch nur wenig Seitenhalt. Die dritte Sitzreihe ist über ein Schienensystem im Fahrzeugboden befestigt. Dadurch lässt sie sich im Handumdrehen aus- und wieder einbauen falls mal mehr als die dort zur Verfügung stehenden 530 Liter Stauraum benötigt werden. Hinter der zweiten Sitzreihe finden bereits 1.350 Liter Platz. Klappt man auch dei nach vorn, wird der Pkw-Caddy zum waschechten Transporter und schluckt 3.700 Liter – bei ausgebauter zweiter Sitzreihe bis zu 3.880 Liter. 

Seine Transporter-Herkunft kann der Caddy Maxi spätestens während der Fahrt nicht verleugnen. Die Blattfedern an der Hinterachse ermöglichen viel Zuladung, bei unebener Fahrbahn poltert es jedoch gewaltig im Gebälk. Darüber täuschen auch der kräftige 2.0-Liter Turbodiesel in Verbindung mit der DSG-Automatik des Doppelkupplungsgetriebes nicht hinweg. Im Anzug lässt der leere Caddy Maxi sogar manchen Pkw alt aussehen. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert unser Testkandidat in nur 8,8 Sekunden. Der Vortrieb will gefühlt kaum Enden, die Tachonadel kratzt gar an Tempo 200. Tatsächlich erreicht der Caddy Maxi jedoch „nur“ 196 km/h. Für lange Fahrten in den Urlaub ist man mit dem Caddy (Maxi) also bestens gerüstet. Doch auch in der Stadt kommt man mit dem immerhin 4,88 Meter langen Personen-Transpoter gut zurecht. Dank kantiger Form lässt er sich recht einfach einparken, vorausgesetzt, man findet eine Lücke die groß genug ist. 

Wie bei VW üblich zeigt sich auch die Basis-Version des VW Caddy eher spartanisch ausgestattet. Zwar sind alle sicherheitsrelevanten Komponenten, wie Airbags, Bremskraftverstärker, elektronisches Stabilisierungsprogramm mit Bremsassistent, Antiblockiersystem ABS, Antischlupfregelung ASR, Halogen-Scheinwerfer und Tagfahrlicht an Bord. Die Komfortausstattung beschränkt sich jedoch auf ein beheizbares Heckfenster, eine Schiebetür rechts im Lade-/Fahrgastraum, Unterbodenschutz, vier Verzurrösen zur Ladegutsicherung, ein in Höhe und Neigung verstellbares Lenkrad sowie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Zur zweithöchsten Ausstattung Comfortline unseres Test-Caddys gehören zusätzlich Seiten- und Kopfairbags für Fahrer und Beifahrer, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, eine Dachreling, Fenster im Lade-/Fahrgastraum dunkel eingefärbt (Privacy), Wärmeschutzglas vorn (grün), eine zusätzliche Schiebetür links im Lade-/Fahrgastraum, 16-Zoll Leichtmetallräder, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, Gepäcknetze links und rechts oben im Dachrahmen des Fahrgastraumes, abschließbares und beleuchtetes Handschuhfach, Höheneinstellung für Vordersitze, Radio "RCD 310" mit CD-MP3 mit 6 Lautsprecher (passiv) und Multimediabuchse (AUX-IN) im Handschuhfach, elektrische Fensterheber mit Komfortschaltung und Abschaltsicherung, Geschwindigkeitsregelanlage sowie eine Klimaanlage.

Der Caddy bietet das mit großem Abstand beste Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Autohersteller aus Wolfsburg, auch wenn er – streng genommen – eigentlich von VW Nutzfahrzeuge und somit aus Hannover bzw. Poznan stammt. 

Andreas "Selo" Selonke  | selo@seloracing.de